Und das Bündnis „TuK muss bleiben!“ stellt gleichzeitig fest:

Das veröffentlichte Verkehrs-„Kurzgutachten“ gibt keine Antworten!

Angesichts der durch die Wachen-Zusammenlegung verlängerten durchschnittlichen Einsatzfahrzeiten der Feuerwehr stellen wir fest: Das „Kurzgutachten“ zur Verkehrsbelastung durch die geplante Zentralfeuerwache am Ort des TuK beantwortet die zentralen Fragen in keiner Weise.

Diese sind:

  • Schaffen es die Feuerwehrfahrzeuge in der Hauptverkehrszeit morgens und abends, Brände in den Solinger Außenwohnbereichen und Wäldern rechtzeitig zu erreichen – trotz der Staus auf der Konrad-Adenauer-, Goerdeler-, Schlagbaumer- und Kronprinzenstraße?
  • Wie beeinflussen die bei einer Wachen-Zusammenlegung am Schlagbaum verlängerten Fahrzeiten und Staus in den Innenstadtstraßen sowie die deutlich vermehrten Sirenenfahrten die Aufenthaltsqualität in der Nordstadt/Innenstadt.

Im „Kurzgutachten“ wird festgestellt, dass die meisten Fahrten (ca. 62 %) Richtung Südstadt gehen. Welche Auswirkungen sich auf diese Strecke durch die Einsatzfahrzeuge ergeben, wurde aber überhaupt nicht geprüft. Die ganze Stellungnahme dreht sich nur um eine rein rechnerisch durchschnittliche Berührung der Kreuzung Schlagbaum, anstatt die Belastung der Straßen im Umfeld der möglichen neuen Zentralfeuerwache, wie auch der weiterführenden Strecken zu beurteilen.
Die Auswirkungen in den Hauptverkehrszeiten, in denen schon heute Stau herrscht, wurden einfach querverrechnet mit den verkehrsberuhigten- und Nachtzeiten. Wie die Situation bei einem Großeinsatz in der Hauptverkehrszeit aussieht, wurde dadurch einfach ausgeblendet. Baustellenbedingte Verkehrsbehinderungen und Wettereinbrüche mit Schnee und Eis im Winter wurden gar nicht erst berücksichtigt.

Dieses „Kurzgutachten“ kann kein Maßstab sein, um den Standort Zentrale Feuerwache am jetzigen Standort Theater und Konzerthaus zu begründen! Im Gegenteil, es tauchen erst recht Zweifel auf, diesen Standort für eine mögliche Hauptfeuerwache zu nutzen.
Wir halten es für notwendig, zunächst eine unabhängige, gründliche und alle aufgeworfenen Fragen beantwortende Verkehrsstudie erstellen zu lassen. Bevor 175.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zu den Planungen vergeben werden sollte die verkehrliche Machbarkeit einer Hauptfeuerwache am TuK-Standort seriös geprüft werden.

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