TuK: Anmerkungen zur Szenarienstudie 2026

Die Stadt hat eine Studie in Auftrag gegeben, die verschiedenen Szenarien zur Thematik TuK Sanierung/Neubau und Zentrale Feuerwache beleuchten sollte. Hier nun unsere Anmerkungen dazu:

Die Notwendigkeit von Sanierungsaufgaben mischen sich mit Ansichten von LRO zur ästhetischen Ausstrahlung der Innenräume und den Vorgaben der Verwaltung, was man zur Attraktivitätssteigerung des TuK noch verändern könnte. All dies fließt in die anschließenden Berechnungen mit ein.

Die Bewertungsmatrix (Anlage 5) enthält grobe statistische Fehler und ist unbrauchbar. Die Punktevergabe in der Bewertungsmatrix ist nicht nachvollziehbar, bevorzugt Szenario 3. Die Einschätzung notwendiger Renovierungen wie die Punktevergabe in der Bewertungsmatrix besitzen keine neutrale Betrachtung, sondern sind tendenziös bis vollkommen unrealistisch.

Die Szenarienstudie taugt nicht, um die notwendigen Sanierungsarbeiten am TuK von Wunschdenken der beauftragten Architekturbüros und der Verwaltung zu trennen.

Sie enthält keine detaillierten Zahlen, um zu Entscheidungen notwendiger Maßnahmen zu kommen. Die angegebenen Summen werden nicht im Detail aufgeschlüsselt.

In Anlage wird 4 aufgezeigt, dass eine Instandsetzung (Szenario 1) nur bei ca. 35 Mill. EUR liegen würde. Allerdings unterscheiden sich die genannten Zahlen in der öffentlichen Diskussion: die Szenarienstudie spricht von 35 Mill. EUR für eine Sanierung, die Verwaltung 2026 in ihrer Antwort an Fragen des Stadtrats von 50 Mill. EUR und beruft sich dabei auf weitere Einschätzungen (von 2024) des damaligen Generalplaners, der Stadtkämmerer Wieneke sprach ein Jahr danach jedoch nur von 30 Mill. EUR (Vorlage Nr. 7321/2025) inkl. „Ertüchtigung des Dachtragwerks“. Die Kosten für die Sanierung des TuK bleiben im zweistelligen Millionenbetrag widersprüchlich.

Unterstellt wird, dass im Laufe der Jahrzehnte immer wieder etwas am Tuk saniert werden müsse, so als ob dies nach einem Neubau nicht passieren würde. Jeder, der schon einmal ein Haus gebaut hat weiß, dass dies Unsinn ist. Das Risiko von Baumängeln fehlt in der Bewertung des Szenario 3 ebenfalls.

Im wöchentlichen Newsletter vom 17.07.26 informiert die Stadt: „Die städtische Haushaltslage in Solingen ist angespannt. Für das Jahr 2026 wird ein Defizit von rund 98,4 Millionen Euro erwartet. Die Stadt muss voraussichtlich neue Kassenkredite in Höhe von 100 Millionen Euro aufnehmen“.

Kommunale Fachausschüsse sollten die überbordenden Fantasien des Architekturbüros LRO wie auch der Verwaltung begrenzen und die Notwendigkeit von Sanierungsaufgaben von Wunschdenken trennen. Das ästhetische Empfinden von Architekten kann kein Maßstab für städtische Investitionen sein, ebenso wenig die Wünsche der Verwaltung, was im TuK sonst noch attraktivitätsfördernd wäre.

Um Entscheidungen zu fällen, was wir brauchen oder nicht, sind detaillierte Aussagen über die Kosten der einzelnen Positionen (Vorbau, Gastronomiebetrieb, etc.), zumal in der öffentlichen Debatte ständig eine „Faktenorientierung“ gefordert wird. Die detaillierten Einschätzungen des Generalplaners von 2024 als Begründung für die hohen Sanierungskosten liegen uns nicht vor!

Detaillierte Anmerkungen finden sie im anhängenden Dokument (Link zum PDF).
Im Ratsportal der Stadt Solingen kann die Szenarienstudie (Link) abgerufen werden.

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